Zweites Multifunktionsgehäuse errichtet

Vor ein paar Tagen wurde das zweite Multifunktionsgehäuse (MFG) in der Gemeinde Simonsberg vom Tiefbauunternehmen Feddersen aus Leck direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus in der Dorfstraße 31 errichtet.

Das MFG ist der zentrale Knotenpunkt für das Glasfasernetz der BBNG. Hier trifft die Zuleitung zum Backbone – also der weltweiten Datenautobahn – auf die Glasfaserkabel, die bis in die einzelnen Haushalte der Gemeinde verlegt sind. In jeder ausgebauten Gemeinde befindet sich mindestens eines der 1,80 mal 1,80 Meter großen Gehäuse. Von jedem einzelnen MFG wird eine Vielzahl von Schächten mit sogenannten Feeder-Kabeln verbunden. Jeder Schacht versorgt eine Anzahl von Straßen und die an diesen liegenden Häusern.

Im MFG sind alle Kabel in einer festen Ordnung fein säuberlich in Ports abgelegt, die einen Großteil des Raums in dem Gehäuse einnehmen. Nur so kann bei einer auftretenden Störung der Kundendienst den Fehler direkt beheben.

„In jedem Multifunktionsgehäuse befindet sich also nicht nur jede einzelne „Nervenfaser“ sondern auch das „Hirn“, das dafür sorgt, dass alle Anfragen der Kunden vor Ort bearbeitet werden. Egal ob es sich um das Aufrufen einer Internetseite, das Versenden einer E-Mail oder das Verbinden mit einem Telefonanschluss handelt, alle Informationen, Telefongespräche und Anfragen der Teilnehmer laufen über diesen Punkt“, erklärt Dennis Elbert, Vorarbeiter der Firma Feddersen.

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Große Freude beim Spatenstich

In Simonsberg haben die Tiefbauarbeiten begonnen, um 319 Häuser mit insgesamt 343 Haushalten an das Glasfasernetz der BBNG anzuschließen. Vor kurzem wurde die erste Baubesprechung genutzt, um den feierlichen Spatenstich symbolisch zu vollziehen. „Endlich ist es soweit. Nachdem wir viele Versuche gestartet und jahrelang geplant haben, hat der von uns lang erwartete Breitbandnetzausbau in unserer Gemeinde begonnen. Die ersten Kilometer Leerrohre sind bereits gezogen“, freut sich Bürgermeisterin Angela Feddersen.

Ein wenig in Geduld üben
„Wir sind froh, dass es das Wetter zulässt, dass wir im Moment gut vorankommen. Letztendlich nehmen wir jetzt wieder gut Fahrt, um unser Ziel, zehn weitere Gemeinden mit insgesamt 8.000 Anschlüssen zu bauen, zu erreichen. So haben wir den Baubeginn in Uelvesbüll derzeit für den Juni vorgesehen“, sagt Ute Gabriel-Boucsein, BBNG-Geschäftsführerin. „Natürlich werden die Ausbauarbeiten in Simonsberg dauern und wir müssen uns alle ein wenig in Geduld üben. Geplant ist, bis spätestens zum Herbst alles abzuarbeiten“, berichtet Angela Feddersen.

Verständnis für Behinderungen
„Wir bitten die Simonsberger bereits jetzt um ihr Verständnis für Unannehmlichkeiten, die eventuell durch die Bauarbeiten entstehen“, meint Christof Krause, Bauleiter der Tiefbaufirma Feddersen aus Leck. Schließlich müssen Vorarbeiter Dennis Elbert und sein bis zu 15 Mann starkes Team, sich durch schwieriges Gelände, sprich den feuchten Marschboden, ihren Weg bahnen. Auch zum Schutz der Mitarbeiter wird der Durchgangsverkehr phasenweise wechselseitig an der jeweiligen Tagesbaustelle vorbeigeleitet, wodurch es für die Verkehrsteilnehmer zu Zeitverzögerungen kommen kann.

Von den Haupt- zu den Nebenstraßen

„Die Tagesleistung variiert je nach Einsatzort. Im Außenbereich sind es bis zu 1000 Meter am Tag, in eng bebauten Gebieten manchmal auch nur 100 Meter täglich. Dabei sind wir zunächst an den Hauptstraßen tätig, bevor es in die Seitenstraßen geht“, bestätigt Dennis Elbert. Die eingesetzte Kabelfräse schneidet dabei einen zehn bis zwölf Zentimeter breiten Schlitz in die Bankette, der Fläche neben dem Asphalt. „An klassifizierten Landesstraßen beträgt die vorgeschriebene Verlegetiefe 80 Zentimeter. Auf Grundstücken, auf denen wir zu einem späteren Zeitpunkt die Leerrohre für die Hausanschlüsse verlegen, beträgt die Tiefe nur noch 60 Zentimeter“, so Elbert.

Vor Ort im Einsatz: Dennis Elbert

Wenn in diesen Wochen bei den Simonsbergern das Telefon klingelt, könnte es sein, dass es sich bei dem Anrufer um Dennis Elbert handelt. Als Vorarbeiter der Tiefbaufirma Feddersen aus Leck, möchte er einen Ortstermin mit den Hauseigentümern vereinbaren, die sich für einen Anschluss an das Glasfasernetz der BBNG entschieden haben.

Seit bald 18 Jahren ist der 36-Jährige in Sachen Breitbandausbau tätig und bereits seit der Gründung der BBNG damit beschäftigt, die erforderlichen Tiefbauarbeiten in den Gemeinden im Ausbaugebiet zu koordinieren und umzusetzen. „An manchen Tagen telefoniere ich acht Stunden am Stück, um die Termine abzusprechen. Es ist sehr wichtig, dass die Eigentümer die Zeit für die Begehung vor Ort aufbringen, denn nur so wird sichergestellt, dass für die Verlegung der Leerrohre gemeinsam der einfachste und direkteste Weg bis zu dem Punkt in der Hauswand gefunden werden kann, an dem innen der Anschluss installiert werden soll. Es wäre daher schön, wenn sich die Hausbesitzer vorab einmal Gedanken machen könnten, wo sie den Anschluss im Haus haben möchten, dann geht es für alle Beteiligten schneller“, betont Dennis Elbert und bestätigt, dass die meisten den Platz auswählen, an dem sich ihr aktueller Telefonanschluss befindet.

Etwa eine halbe Stunde benötigt der Fachmann, um die Gegebenheiten vor Ort zu erkunden. Meist finden die Kundentermine von montags bis freitags in der Zeit zwischen 8:00 Uhr und 15:00 Uhr statt. „Es gilt festzustellen, ob Straßen zu queren sind, welche Hindernisse vorhanden sind, was in der Erde liegt. Wir schießen die Leitungen mit Erdraketen. Unser Ziel dabei ist, so wenig wie möglich zu graben und freizulegen“, sagt er. In einem Begehungsprotokoll werden abschließend alle Gegebenheiten und Vereinbarungen dokumentiert.

„Wir möchten, dass die Gemeinden und alle Anwohner mit unserer Arbeit zufrieden und am Ende glücklich über ihren schnellen und stabilen Glasfaseranschluss sind“, so Dennis Elbert

72% erreicht – Planungen laufen

Die Simonsberger wollen das schnellste Internet: 72 % der Bürgerinnen und Bürger haben ihre Verträge mit der BBNG und dem Provider TNG unterzeichnet.

Die Mitarbeitenden der BBNG sind derzeit mit den konkreten Planungen beschäftigt. In einem nächsten Schritt erfolgen im Februar 2018 die Hausbegehungen. „Hierfür melden wir uns rechtzeitig telefonisch bei den Anschlusswilligen, um einen Termin zu vereinbaren. Vor Ort wird dann besprochen, wo der Hausanschluss gesetzt wird und eine entsprechende Skizze erstellt“, erläutert Kai Hansen, Bauleiter der BBNG.

Voraussichtlich im März 2018 wird mit den Tiefbauarbeiten begonnen. In einem ersten Bauabschnitt werden die Verbindungstrassen zwischen den Deichlinien gebaut. „Aufgrund von Vorgaben, die den Küstenschutz betreffen, dürfen wir mit den Arbeiten im Bereich der Deiche erst ab dem 15. April beginnen“, so Hansen. 

Sollte das Wetter mitspielen, das heißt, dass die Temperaturen über 5 Grad Celsius liegen und keine starken Regenfälle zu verzeichnen sind, könnte der Tiefbau im Juli beendet sein. Im Anschluss hieran werden die Glasfasern in die Leerrohre eingebracht.

Geschafft! Simonsberg knackt 68 %-Hürde deutlich

Die Simonsberger haben es geschafft! Mit dem letzten Beratungs- und Zeichnungstermin am 6. Oktober 2017 konnte die erforderliche Anschlussquote von 68 % geknackt werden, am Ende wurden sogar 72 % erreicht. Damit steht fest: Die Bagger werden auch nach Simonsberg rollen, um dort die Glasfaserkabel bis in die Häuser der Bürgerinnen und Bürger zu legen, die sich für einen schnellen Internetanschluss entschieden haben.

„Wir sind sehr zufrieden und freuen uns über den positiven Abschluss der Vorvermarktungsphase. 72 %! Wir danken allen, die sich für das Projekt eingesetzt haben, insbesondere der Gemeindevertretung, die sich engagiert um die persönliche Information der Simonsberger gekümmert hat“, betont Sabine Birkigt, Prokuristin der BBNG.

Jetzt heißt es für die BBNG und die TNG, in die konkrete Planungsphase einzusteigen, damit der Ausbau möglichst zeitnah in Angriff genommen werden kann.

Endspurt: Noch drei Beratungstermine

Jetzt heißt es, schnell zu sein: Noch an drei Tagen stehen die Mitarbeiter der BBNG und der TNG den Simonsbergern für individuelle Beratungen und die Zeichnung der Verträge im Feuerwehrgerätehaus, Dorfstr. 31a, zur Verfügung. „Wer jetzt noch nicht gezeichnet hat, sollte sich beeilen und die Chance unbedingt ergreifen“, rät Bürgermeisterin Angela Feddersen. Bereits 62% der Bürgerinnen und Bürger haben ihre Verträge unterzeichnet. Nunmehr rückt das Erreichen der erforderlichen Anschlussquote von 68% und somit die Eröffnung der Planungsphase des Ausbaus in greifbare Nähe.

„Die Gemeindevertreter haben persönlich Flyer verteilt und sind von Haus zu Haus gegangen, um auf das Projekt aufmerksam zu machen. Die Rückläufe waren bislang gut. Lobenswert ist, dass die BBNG und die TNG zu jeder Zeit sehr gut aufgestellt sind, es selten zu Wartezeiten bei den Beratungsterminen kommt und alle Aufträge erfolgreich abgearbeitet werden konnten“, so Feddersen.

„Auch in unserem Büro, in der Industriestraße 33a im Husumer Gewerbegebiet, sind viele Simonsberger vorstellig geworden und haben sich beraten lassen. Das ist sehr erfreulich“, bestätigt Nancy Jürgensen, kaufmännische Assistentin der BBNG. 

„Wir sind zuversichtlich, es dieses Mal zu schaffen und den Breitbandnetzausbau in unserer Gemeinde in naher Zukunft auf den Weg bringen zu können“, erklärt Angela Feddersen.

Beratungstermine Simonsberg, Feuerwehrgerätehaus, Dorfstr. 31a

Donnerstag, 28.09.17, 16-19 Uhr

Mittwoch, 04.10.17, 16-19 Uhr

Freitag, 06.10.17, 14-19 Uhr (letzter Termin)

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